Schwäbische Zeitung vom 2. April 2005
Die Gruppe Gruschwitz
Bis Mitte letzten Jahres waren die Werksanlagen der Firma Gruschwitz
an insgesamt drei Standorten zu finden. Im Hauptwerk in Neu-Ulm stellte
die traditionsreiche Zwirnerei, 1816 in Schlesien gegründet,
spezielle Leinenzwirne her. Vor allem fertigte sie technische Zwirne
wie endlose Polyesterzwirne, spezielle Nähzwirne aus Acryl oder
dem High-Tech-Material Kevlar. Im Jahr 1998 übernahm Gruschwitz
die Leutkircher Firma Fritz Zorn GmbH & Co KG, die in den 50-er Jahren
nach Leutkirch gekommen war.
Die Firma Zorn gab bis zu 450 Menschen Brot und Arbeit, zuletzt noch 45,
was auch mit dem technischen Fortschritt (Automatisation) zusammenhing.
Bis zum Schluss erwirtschaftete die Firma Zorn schwarze Zahlen.
Zorn setzte ebenfalls auf High-Tech-Fasern, belieferte Kunden in
Raumfahrt, Medizin und Fahrzeugbau.
Im Februar 2003 übernahm Gruschwitz schließlich die Firma Lozetex aus
Winterlingen bei Sigmaringen. Auch diese hatte sich auf hochfeste
Spezialzwirne für Rennfahrt, Sicherheit, Automobil und
Luftfahrt konzentriert, mit zuletzt nur 25 Beschäftigten.
Diese drei Firmen wurden im Juli 2004 in Leutkirch zusammengeführt
in ein Innovations- und Kompetenzentrum mit vorläufig 125 Beschäftigten.
Es sollen mehr werden.
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Schwäbische Zeitung "Auf einen Blick" vom 2.April 2005 |